Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt für die Sitzung des AKUP am 15. September sowie des Rats am 01. Oktober 2026 die Aufnahme eines TOP
Der AKUP bzw. der Rat der Stadt beschließen zur Anpassung an die nicht mehr zu verhindernden Folgen des Klimawandels die folgenden Maßnahmen:
Einrichtung und Bekanntmachung von Kälteräumen bei Hitzewellen;
Die Verwaltung prüft, in welchen Gebäuden (Schulen, Kindergärten, Verwaltungsgebäuden, öffentliche Einrichtungen etc.) die Errichtung von Klimaanlagen und anderen Hitzeschutzmaßnahmen möglich und sinnvoll ist; dabei ist soweit wie möglich die Nutzung erneuerbarer Energien zu berücksichtigen, um zusätzliche CO2-Emissionen zu vermeiden;
Errichtung von öffentlichen Wasserspendern/Trinkbrunnen in der Stadt Erkrath;
Prüfung der Installation von Brumisateuren/perforierten Wasserschläuchen an besonders hitzebelasteten Stellen, insbesondere den drei Zentren;
Verstärkte Anpflanzung von Bäumen und anderen schattenspendenden Pflanzen auf besonders hitzebelasteten Flächen (besonders in/auf den Zentren, Spielplätzen, Schulhöfen etc.);
die verstärkte Anlage von Grünflächen/Grünbereichen durch Entsiegelungsmaßnahmen.
Daneben erarbeitet die Stadt ein Hitzevorsorgekonzept (ggf. über einen Auftrag an ein geeignetes Büro), in dem unter Berücksichtigung der Erfahrungen anderer Kom- munen weitere Maßnahmen zur Abmilderung der Folgen von Starkhitzeperioden vorgeschlagen werden.
Begründung:
Auch der Sommer 2026 zeichnet sich durch überdurchschnittliche Temperaturen, vermehrte Hitzetage und durch große Trockenheit aus. Wissenschaftliche Erkennt- nisse belegen, dass dies Folgen des menschengemachten Klimawandels sind und diese sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter verstärken werden.
Schon heute fordern diese Hitzeperioden mehrere tausend Todesopfer pro Jahr.
Neben Maßnahmen zur Reduktion des Ausstoßes klimarelevanter Gase sind deshalb Klimaanpassungsmaßnahmen notwendig, um die Folgen des Klimawandels insbesondere auch in verdichteten städtischen Gebieten wie Erkrath für die Bürgerinnen und Bürger abzumildern.
Öffentliche Kälteräume, die über Klimaanlagen verfügen und zumindest stundenweise aufgesucht werden können, sind insbesondere notwendig für ältere und vulnerable Menschen, die in ihrer eigenen Wohnung insbesondere bei mehrtägigen Hitzepe- rioden keine ausreichenden Möglichkeiten zur Abkühlung der Räume haben.
Zumindest mittelfristig wird die Errichtung von Klimaanlagen in Gebäuden notwendig werden, in denen sich Menschen über einen längeren Zeitraum aufhalten. Dies gilt auch für öffentliche Gebäude. Lernen und Arbeiten wird ansonsten in der Zukunft während Starkhitzeperioden kaum noch möglich sein.
Trinkbrunnen werden immer öfter im öffentlichen Raum aufgestellt, um Einwoh- ner*innen aber auch Besucher*innen die Möglichkeit zu geben, sich an heißen Tagen eine kostenlose Erfrischung zu nehmen. In den südlichen Ländern, Österreich und Schweiz ist kostenloses Trinkwasser bereits selbstverständlich.
Auch in Deutschland errichten immer mehr Kommunen Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum. In Düsseldorf beispielsweise sind mehrere Wasserspender aufgestellt, die von Mai bis Oktober betrieben werden. Die Stadtwerke Düsseldorf übernehmen dabei die jährliche In- und Außerbetriebnahme der Brunnen, die Stadt küm- mert sich um die Pflege der Brunnen-Umgebung. Vorteile eines solchen Angebots: 1. Müllvermeidung: Anstatt Einwegwasserflachen, kann man sich das Wasser nehmen und vermeidet Plastikmüll 2. ein öffentliches Angebot ermuntert dazu, mehr Wasser zu trinken, was gerade an heißen Tagen wichtig ist und somit der Gesundheitsvorsorge dient 3. ein öffentliches Trinkwasserangebot steigert die Wohn- und Lebens- qualität und kann auch zur guten Außendarstellung genutzt werden.
Bündnis 90/Die Grünen bitten die Verwaltung zu prüfen, inwieweit Wasserbrunnen im Stadtgebiet von Erkrath in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken aufgestellt werdenkönnen. Trinkbrunnen passen überall dorthin, wo ein Wasseranschluss möglich ist. Aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen bietet sich als ein möglicher Standort ein Platz z. B. auf dem Hochdahler Markt, auf dem Europaplatz oder am Baviercenter an. Als Kosten kommen einmalig die Verlegung von Wasserleitungen und der Brunnen für die Stadt zum Tragen sowie dauerhaft die Pflege und Wartung der Einrichtung.
Auch die übrigen vorgeschlagenen Maßnahmen dienen der Absenkung hoher Temperaturen im Sommer und damit letztlich auch der Vermeidung von Gesundheitsgefahren.
Besonders dringlich ist aus unserer Sicht die Anpflanzung von schattenspendenden Bäumen auf Spielplätzen, Schulhöfen und anderen Plätzen, die dem Aufenthalt die- nen und bislang ohne Sonnenschutz sind. Gerade hier geht es nicht um das „Wohlbefinden“ der Betroffenen, sondern auch um die Vermeidung bzw. Minderung erheblicher Gesundheitsgefahren durch die Sonneneinstrahlung bis hin zu Krebserkrankungen. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche!
Eine weitere Begründung erfolgt mündlich in den Sitzungen.
Die Fraktion trifft sich üblicherweise montags um 20:00 Uhr (außer an Feiertagen und in den Schulferien) zur öffentlichen Fraktionssitzung.
Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie teilnehmen möchten.
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