Grüne wollen kostenfreie Nutzung der Ortsbuslinien O 5 und O 6

Die Grünen möchten erreichen, dass die beiden Ortsbuslinien 5 und 6 zukünftig von Bürgerinnen und Bürgern in Erkrath kostenfrei genutzt werden können. Für die kommenden Sitzungen des Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschusses (PLUV) am 10.Dezember und des Rats am 12.Dezember haben sie deshalb
einen Antrag eingebracht, nach dem die für die Stadt anfallenden Kosten und sonstigen Rahmenbedingungen ermittelt werden sollen.


Sabine Börner, Sprecherin der Erkrather Grünen: „Neben Fahrzeit, Zuverlässigkeit und Qualität des öffentlichen Nahverkehrs sind die Fahrpreise für viele Bürgerinnen und Bürger ein wesentliches Kriterium für die Entscheidung, ob sie für einen bestimmten Weg Busse und Bahnen oder ihren PKW nutzen. Ein attraktives Angebot zur Nutzung des ÖPNV trägt zum Klimaschutz bei und entlastet insbesondere den städtischen Bereich von Verkehr, Schadstoffen und Unfällen“.


Um den Erkrather Bürgerinnen und Bürgern die Entscheidung für den ÖPNV zu erleichtern und dadurch den innerstädtischen PKW-Verkehr zu vermindern, wollen Bündnis 90/Die Grünen in einem ersten Schritt die Nutzung der Ortsbusse kostenfrei gestalten. Die Ortsbusse O 5 und O 6 bieten sich dafür an, weil sie als einzige Buslinien ausschließlich innerhalb der Stadtgrenzen verkehren, kein Abstimmungsbedarf mit anderen Kommunen entsteht und die Maßnahme mithin rasch umsetzbar wäre.


Peter Knitsch, Sprecher der Grünen im PLUV: „Einzelfahrten sind im Verhältnis zu Zeitfahrkarten sehr teuer. Eine einfache Fahrt innerhalb von Erkrath zum Einkaufen oder z.B. zum Schwimmbad kostet mindestens 1,70 € (Kurzstrecke), i.d.R. sogar 2,80 € pro Person - für 2020 ist bereits eine weitere Preiserhöhung angekündigt. Dies ist im Vergleich zum PKW, für den z.B. für das Parken in Erkrath keine Entgelte erhoben werden, relativ teuer“.


Die Grünen gehen davon aus, dass durch eine für die Bürgerinnen und Bürger kostenfreie Nutzung der Ortsbuslinien vermehrt innerstädtische Fahrten etwa zum Einkaufen oder zum Besuch von Kultur- und Sportveranstaltungen mit dem Bus erledigt werden. Ein weiteres Beispiel: Gerade bei schönem Wetter parken
zahlreiche PKW am Neanderbad auf dem Grünstreifen auf der Hochdahler Straße.


Peter Knitsch: „Schon aus diesem Grund wäre es wünschenswert, wenn mehr BesucherInnen des Schwimmbades mit dem ÖPNV kämen. Das Bad wird häufig auch von Familien genutzt, für die eine Fahrt mit dem Bus heute aufgrund des für jedes einzelne Familienmitglied zu bezahlenden Fahrscheins in Relation zur Nutzung des PKW besonders teuer ist“.

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