Grüne fordern ökologische und soziale Vorgaben für das Baugebiet Wimmersberg

Angesichts der öffentlichen Kritik am bisherigen Verfahren zur Umwandlung des Baugebietes Wimmersberg bringen die Erkrather Grünen das Thema erneut in den Rat und fordern dabei endliche klare Vorgaben zu machen: Aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen sind dabei die Themen Klimaschutz, Verkehr, die Schaffung preiswerten Wohnraumes und eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der von der neuen Wohnbebauung betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner von besonderer Wichtigkeit. Ziel müsse es sein, Akzeptanz und einen weitgehenden Konsens bezüglich der Art der Bebauung herzustellen.

Gefordert wird von Bündnis 90/Die Grünen u.a., dass die Wärmeversorgung des Wohnbaugebietes klimaneutral gestaltet und die Stromversorgung möglichst weitgehend regenerativ, insbesondere mit Hilfe von Photovoltaikanlagen im Wohngebiet selbst, erfolgen soll. Mindestens 40 % der Wohnungen sollen als Sozialwohnungen oder als preisgedämpfte Wohnungen langfristig gesichert werden. Um Freiflächen zu schonen, soll der Rat eine verdichtete Bauweise und eine möglichst hohe Anzahl an Wohneinheiten anstreben. Aus Rücksichtnahme gegenüber den Anwohnerinnen und Anwohnern und zur Vermeidung übermäßigen zusätzlichen Verkehrs soll die bislang vorgesehene Zahl von 700- 750 Wohnungen nach Ansicht der Grünen allerdings maßvoll reduziert werden.

Peter Knitsch, Sprecher der Grünen: „Obwohl sowohl das Bebauungsplanverfahren wie auch die Verhandlungen zwischen der Stadtverwaltung und der Firma Catella über den notwendigen Abschluss eines städtebaulichen Vertrages in vollem Gang sind, hat der Rat der Stadt es bislang versäumt, Ziele und Grundsätze für dieses angesichts von Lage und Größe für unsere Stadt besonders wichtige Baugebiet festzulegen. Die bisherigen Beratungen etwa zur Energieversorgung sowie die Reaktionen der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner auf die bislang bekannt gewordenen Pläne, zeigen, dass dies dringend notwindig ist, um Fehlentwicklungen zu vermeiden“. Zudem besteht die Gefahr, dass ansonsten Vorfestlegungen am Rat und den Bürgern vorbei getroffen werden.

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