Grüne freuen sich über Erfolge: Rat ruft Klimanotstand aus und prüft Kostenfreiheit für Ortsbusse

In der letzten Sitzung des Jahres hat der Rat der Stadt am Donnerstagabend die Ausrufung des Klimanotstandes in Erkrath beschlossen. Neben Bündnis 90/Die Grünen stimmten auch SPD und BmU für den Bürgerantrag des Erkrathers Alexander Zotz, der auch von der Ortsgruppe von Fridays for Future unterstützt wurde. Bürgermeister Schultz, CDU und FDP stimmten gegen die Klimaschutzinitiative. Gleichzeitig wurde auf Antrag der Grünen auch das CO 2 Minderungsziels der Stadt deutlich angehoben: Bis 2030 soll der Ausstoß des klimaschädlichen Gases nun in Erkrath um 33 % gegenüber 2011 verringert werden. Damit passt Erkrath seine Ziele an die Beschlüsse von Bundesregierung und dem EU-Parlament an.

Noch keine Mehrheit fand sich für die von Bündnis 90/Die Grünen vorgeschlagenen zusätzlichen Maßnahmen, um die selbst gesteckten Ziele auch zu erreichen. Unter anderem sollen nach Auffassung der Grünen städtische Neubauten und neue Baugebiete grundsätzlich klimaneutral errichtet werden, der Anteil von Photovoltaik an der Stromerzeugung deutlich erhöht und ein Car Sharing Angebot in Erkrath eingerichtet werden. Diese Maßnahmen sollen nun im Rahmen einer Bürgerbeteiligung zum Klimaschutzkonzept diskutiert werden, die auf Initiative der Grünen Anfang 2020 stattfinden soll und in deren Rahmen auch die Bevölkerung konkrete Klimaschutzmaßnahmen einbringen kann.

Peter Knitsch, Sprecher der Erkrather Grünen: „Wir freuen uns, dass auch unser Antrag zur Ermittlung der Kosten für eine kostenfreie Nutzung der Ortsbusse O 5 und O 6 beschlossen wurde. Aus unserer Sicht wäre dies ein guter Anreiz, das Auto bei innerstädtischen Fahrten etwa zu Einkäufen oder Sport- und Kulturveranstaltungen stehen zu lassen und umweltfreundlich den ÖPNV zu benutzen“.

Ebenfalls auf Antrag der Grünen wurden mehrheitlich beschossen, dass im neuen Wohngebiet „Am Wimmersberg“ in Alt-Erkrath 40 % Sozial- und preisgeminderten Wohnungen erstellt, eine klimaneutrale Wärme- und Stromversorgung des Quartiers sichergestellt und die Anzahl der geplanten 700 Wohnungen zur Verbesserung der städtebaulichen Qualität maßvoll reduziert werden soll.

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