GRÜNER Rundbrief - 26.04.2026

26.04.26 –

Stadtradeln 2026

Klimaschutz und Radfahren werden in Erkrath leider noch immer schlecht behandelt. Trauriger Höhepunkt war der Beschluss von CDU, AfD, FDP und Bürgermeister Schultz im Frühjahr, die einzige Fahrradstraße in Erkrath auf dem Millrather Weg zu beseitigen, um einige wenige zusätzliche Parkplätze schaffen zu können. Auch der Zustand und die Pflege der Radwege haben sich leider nicht verbessert. Als Grüne setzen wir uns trotz dieser Rückschläge für bessere Rahmenbedingungen für den Radverkehr und eine klimafreundliche Mobilität in unserer Stadt ein. Deshalb beteiligen wir uns auch 2026 am Stadtradeln – zeigen wir der Ratsmehrheit, dass Ihre einseitige Politik zugunsten des Individualverkehrs der falsche Weg ist.

Wie in den vergangenen Jahren beteiligen wir uns mit einem offenen Team "Grüne RadlerInnen" (also ausdrücklich nicht nur für Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen) am diesjährigen Stadtradeln in Erkrath vom 17. Mai bis zum 06. Juni. Im letzten Jahr haben wir nicht nur nach dem ADFC die meisten Kilometer geradelt, sondern zudem das Team mit den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern gestellt! Meldet euch also bitte schnell unter 

https://www.stadtradeln.de/index.php?id=171&L=0&team_preselect=22709

an und werbt im Freundes- und Bekanntenkreis für unser Team. Jeder Kilometer zählt!

 

Antifaschistischer Rundgang in Erkrath

Am Samstag, 9. Mai, laden Marc Göckeritz und Jan Kubisch erneut zum antifaschistischen Rundgang durch Alt-Erkrath. Mehr Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung.

 

Kosten von Rettungseinsetzen auf die Bürger:innen verlagern?

Ohne Beteiligung des Stadtrates kündigt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung an, die Kosten von Rettungseinsetzen zukünftig den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern statt den Krankenkassen in Rechnung stellen zu wollen. Was wir davon halten, hat unsere Co-Fraktionsvorsitzende Barbara Geiss-Kuchenbecker in unserer Pressemitteilung formuliert.

 

Wiederaufbau Schulzentrum Rankestraße und Grundschule Johannesschule

Kurz vor Ostern fassten Bau- und Schulausschuss sowie der Rat wichtige Entscheidungen zum Wiederaufbau des Schulzentrums Rankestraße sowie zur Zukunft der Johannesschule in Erkrath. Während bei der Rankestraße der Umwelt- und Klimaschutz auf der Strecke blieben, wurde bei der Johannesschule ohne verlässliche Grundlage entschieden. Unser Schulausschussmitglied Sabine Georg, selbst Lehrerin an der vom Brand nicht betroffenen Hauptschule, hat Beratungen und Ergebnisse in einem Bericht zusammengefasst:

Neubau Schulzentrum Rankestraße

Der Bau- und Finanzierungsbeschluss für den Wiederaufbau des abgebrannten Schulzentrums Rankestraße wurde mehrheitlich gefasst – die Grüne Ratsfraktion hat sich uns aus folgenden Gründen enthalten:

Mit großem Bedauern und deutlichem Unverständnis sehen wir die Entscheidung von Bürgermeister, CDU, SPD, FDP und AfD, dabei lediglich den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestenergiestandard „Effizienzhaus 55“ umzusetzen und damit deutlich hinter den in der Vergangenheit auf unseren Antrag hin etwa beim Neubau des Gymnasiums Neandertal, der Feuerwache in Alt-Hochdahl und dem Campus Sandheide angewandten Standard „Effizienzhaus 40“ zurückzufallen. Begründet wird dies mit angeblichen Einsparungen von 5 Millionen Euro, die bis heute nicht belegt sind.

Die vom Bürgermeister erst am Tag vor der Ratssitzung an die Fraktionen übermittelte Berechnung zeigt deutlich die negativen Auswirkungen der gewählten Entscheidung: Während der Jahreswärmebedarf beim Energiestandard EH 55 bei 567.492 kWh liegt, beträgt er beim deutlich effizienteren EH 40 lediglich 364.774 kWh. Damit ergibt sich ein Wärme-Mehrverbrauch von über 40 Prozent infolge des nun mehrheitlich beschlossenen schlechteren Standards. Aus unserer Sicht ist dies nicht nur ein erheblicher Rückschritt beim Klimaschutz, sondern schon mittelfristig auch aufgrund der zu erwartenden hohen Wärmekosten wirtschaftlich unsinnig!

Gleichzeitig bleibt ein mögliches Einsparpotenzial völlig ungenutzt: Die Modulbauweise wurde von der Verwaltung, insbesondere für die Rankestraße, nicht ernsthaft in den Fokus genommen. Stattdessen wurden der Politik ausschließlich Zahlen zur klassischen Bauweise präsentiert, während gleichzeitig beim Energiestandard gekürzt wird. Dieses Vorgehen ist weder schlüssig noch zukunftsorientiert!

„Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden und der Klimakrise ist es nicht hinnehmbar, beim Energiestandard zu sparen, ohne Alternativen wie moderne, effizientere Bauweisen ernsthaft zu prüfen. So werden Klimaschutz, langfristige Wirtschaftlichkeit und ein zukunftsfähiges Lernumfeld gleichermaßen vernachlässigt. Gerade Schulen für zukünftige Generationen müssen zukunftsfähig gebaut werden: als Orte, die auch bei zunehmender Hitze ein gutes Lernklima ermöglichen und gleichzeitig einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz

leisten. Der Verzicht auf den höheren Energiestandard 40 wird diesem Anspruch in keiner Weise gerecht“, so Sabine Georg und Peter Knitsch von der Grünen Ratsfraktion.

Grundschule Johannesschule

Auch das weitere Vorgehen bezüglich der Johannesschule wurde in der Sitzung behandelt: Dabei wurde folgender Beschluss gefasst: Die Johannesschule soll abgerissen und neu gebaut werden. Was fehlt? Eine belastbare Grundlage. Weder liegen konkrete Kosten vor, noch gibt es eine verlässliche Zeitschiene. Trotzdem wurde der Neubau mehrheitlich beschlossen.

Besonders unverständlich: Ein sinnvoller Antrag, zunächst gemeinsam mit Schulleitung und Kollegium ein Raumkonzept inklusive pädagogischem Konzept zu erarbeiten und darauf aufbauend ein tragfähiges Finanzkonzept zu entwickeln – so wie es bei anderen Schulen selbstverständlich war – wurde abgelehnt.

Hier wird die Reihenfolge auf den Kopf gestellt: Erst entscheiden, dann rechnen, dann planen. Das ist aus unserer Sicht weder verantwortungsvoll noch zukunftsfähig. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung braucht es Sorgfalt, Transparenz und eine solide Grundlage – keine Entscheidungen ins Blaue hinein. So können wir das nicht mittragen und haben dem Verwaltungsvorschlag somit nicht zugestimmt.

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"Eigentlich sollten die GRÜNEN mal..." – Sagen Sie es uns!

Die Fraktion trifft sich üblicherweise montags um 20:00 Uhr (außer an Feiertagen und in den Schulferien) zur öffentlichen Fraktionssitzung.

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