GRÜNE sorgen sich um Hochwasserschutz in Erkrath

16.10.23 –

Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sorgt sich um einen ausreichenden Hochwasserschutz in Erkrath und hat das Thema daher erneut auf die Tagesordnung des Ausschusses für Umwelt und Planung setzen lassen. In öffentlicher Sitzung behandelt wird das Thema am Montag, dem 30. Oktober, ab 17:00 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses, Bahnstr. 12.

Peter Knitsch, Sprecher der grünen Ratsfraktion: "Seit dem Hochwasser im Jahr 2021 sind nunmehr über zwei Jahre vergangen, ohne dass zusätzliche Schutzmaßnahmen entlang der Düssel oder an anderen betroffenen Stellen im Stadtgebiet, etwa der Sandheide in Hochdahl, erkennbar sind. Dabei ist klar, dass Starkregenereignisse aufgrund der Klimaveränderungen in der Zukunft weitaus öfter stattfinden werden. Die Stadt muss deshalb endlich handeln und die Vorsorge vor Überschwemmungen verbessern."

Die GRÜNEN möchten von der Verwaltung wissen, welche Maßnahmen geplant sind und welchen konkreten Planungs- und Umsetzungsstand sie aufweisen. So wurde von der Verwaltung etwa der Frauenhofer Bruch an der Düssel, auf dem sich die Fundstelle des Neandertalers befindet, als möglicher Retentionsraum zur Rückhaltung von Starkregen genannt. Da dieser nicht nur von großer kulturhistorischer, sondern als sogenanntes FFH-Gebiet, der höchsten europäischen Naturschutzkategorie, auch von überragender Bedeutung für den Naturschutz ist, fragen die GRÜNEN, für wie realistisch die Verwaltung diesen Vorschlag hält. Welche Genehmigungen müssen eingeholt werden? Welche Erdarbeiten/Eingriffe in die Landschaft sind notwendig? Gibt es einen Zeitplan?

Schon im vergangenen Jahr hatten die GRÜNEN angeregt, Kontakt mit der Stadt Mettmann aufzunehmen und nach möglichen Retentionsräumen an der Düssel und dem Mettmanner Bach auf Mettmanner Stadtgebiet zu suchen, da es sich dabei nicht um FFH-Gebiete handelt. Nun möchten sie von der Verwaltung wissen, ob dies geschehen ist und wenn ja, mit welchem Ergebnis.

Weiter geht es den GRÜNEN speziell um die besonders gefährdeten Gebiete an der Bachstraße und rund um die Morper Allee und die Mühlenstraße in Alt-Erkrath, in denen vor zwei Jahren durch das Hochwasser in der Düssel zahlreiche Häuser vollgelaufen sind und stark beschädigt wurden.

Auch die Situation in Hochdahl und Unterfeldhaus soll betrachtet und verbessert werden. Auch dort waren, etwa durch den Mahnerter Bach in der Sandheide oder die überlasteten Mischwasserkanäle in anderen Stadtteilen vielfach Keller- und Wohnräume vollgelaufen. Eine Möglichkeit ist nach Auffassung der Grünen die verstärkte Einleitung von Regenwasser in Rückhaltebecken wie den Hochdahler Stadtweiher. Dadurch würden die für Starkregen nicht ausgelasteten Kanäle entlastet und die Situation des Stadtweihers gleichzeitig verbessert werden.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Diskussion im Rathaus mitverfolgen.

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Pressemitteilung

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