Bild: hpgruesen/PIXABAY

In letzter Zeit mehren sich wieder Beschwerden über Zugsausfälle, Verspätungen und sonstige Mängel bei den Erkrather S-Bahnlinien (z. B. der Einsatz von Kurzzügen zu Stoßzeiten). Unter anderem erreichte uns heute die unten zitierte E-Mail eines betroffenen Bürgers, die wir beispielhaft für die auftretenden Probleme wiedergeben:

"Guten Morgen Herr Knitsch!
Ich hoffe, es geht Ihnen und Ihrer Familie gut.
Es ist mal wieder soweit, dass ich meinem Ärger über die Bahn und Ihre diversen Tochterunternehmen und Subs Luft machen muss. Seit gut zwei Wochen schon hält die S8 wegen der Bauarbeiten in Bilk (der erste Versuch des Umbaus war bekanntlich krachend an falsch berechneten Fundamenten gescheitert) zwischen Düsseldorf Hbf und Neuss nicht, sodass meine Tochter am Hbf entweder in den Schienenersatzverkehr (klappt schlecht!) oder eine Straßenbahn steigen muss, nachmittags dann umgekehrt. Die Reisezeit verlängert sich offiziell um 13 min, tatsächlich deutlich mehr. Ab morgen sollen immerhin Bilk, Völklinger Straße etc. wieder angefahren werden – mal sehen.
Gleichzeitig wurde die S68 bis Weihnachten wieder einmal komplett eingestellt, obwohl diese überhaupt nicht über Bilk fährt, warum bleibt ein Geheimnis der Bahn! Somit gibt es in den Stoßzeiten nur drei Verbindungen (= 50%), die auch noch häufig verspätet sind, oder ganz ausfallen und entsprechend voll sind. Gerade in Zeiten von Corona und AHA eine Farce, sind doch insbesondere die Schüler gezwungen, entgegen der Empfehlungen von RKI usw. diesen „Rest-ÖPNV“ zu nutzen. Über durchschnittlich vier bis fünf Corona-Risikobegegnungen wundern wir uns deshalb schon länger nicht mehr, aber die Schulen / die Schüler sind ja quasi per Erlass der Landesregierung sicher und irgendwelche Initiativen zur Risikominimierung – siehe Solingen - werden im Keim erstickt. Hunderte im Zug, 30 in einem Klassenzimmer ist o.k., 3 auf der Straße nicht!
Heute wollte meine Tochter aufgrund einer Leistungskursklausur um 8.00h zur Sicherheit statt um 7.15h bereits um 6.55h ab Millrath fahren. Lt. Internet war dieser Zug um 6.40h lediglich minimal verspätet. Am Bahnhof angekommen hieß es dann „diese Fahrt fällt aus aufgrund eines technischen Defektes am Zug aus“. Weil das nach unserer Erfahrung meist auch zu Behinderungen und Verspätungen bei den nachfolgenden Zügen führt, blieb mir nichts Anderes übrig, als sie mit dem PKW nach Bilk zu fahren, damit sie auf jeden Fall pünktlich ist. Viel Hektik, 35 km und eine Stunde Fahrzeit, nur weil die Bahn wieder einmal nicht funktioniert! Aber bestimmt weisen die Statistiken der Bahn aktuell eine nahezu 100%ige Performance aus...
Bitte entschuldigen Sie meinen Sarkasmus, aber gerade in diesen Zeiten passt das alles überhaupt nicht mehr zusammen und wir brauchen uns nicht wundern, wenn wir gerade die jungen Menschen verlieren!
Viele Grüße und trotz allem eine möglichst besinnliche Advents- und Weihnachtszeit"

 

Wir bitten die Verwaltung bis zur Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Planung am 08.12.2020 um Abklärung mit DB Regio bzw. dem VRR, wie zukünftig (gerade im Hinblick auf die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen berechtigten Sorgen und Ängste) ein möglichst störungsfreier Betrieb sichergestellt werden soll.

Zum selben Thema auch folgender Artikel: Opens external link in new windowhttps://www.erkrath.jetzt/aerger-um-den-oepnv/

URL:https://www.gruene-erkrath.de/start/volltext/kategorie/pressemitteilung-65/article/wieder_beschwerden_ueber_zugsausfaelle_und_verspaetungen_im_oepnv/