Aufrechterhaltung der Kulturangebote der Stadt Erkrath

 

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen beantragt für die nächste Sitzung des Ausschusses für Sport und Kultur die Aufnahme eines TOP

Aufrechterhaltung der Kulturangebote der Stadt Erkrath unter den aktuellen Rahmenbedingungen der Coronaschutzverordnung des Landes NRW

Zugleich stellen wir folgenden Sachantrag:

Die Stadtverwaltung wird um Darstellung gebeten, welche Auswirkungen die aktuelle pandemische Lage mit den damit verbundenen Restriktionen der Coronaschutzverordnung NRW für die Umsetzung des beschlossenen Erkrather Kulturprogramms bislang hatte und absehbar in der Folgezeit haben wird. Zugleich beschließt der Fachausschuss, die Verwaltung aufzufordern, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um situationsangepasst die Aufrechterhaltung kultureller Angebote durch die Stadt Erkrath sicher zu stellen und Kulturschaffenden Beschäftigungs- und Verdienstmöglichkeiten zu eröffnen.

Begründung:

Seit dem ersten Lockdown im März ist das kulturelle Leben in Erkrath bis auf wenige Ausnahmen fast vollständig zum Erliegen gekommen. Veranstaltungen der Stadt Erkrath, wie auch solche von Kulturinitiativen vor Ort, wurden in beträchtlicher Zahl abgesagt und verschoben. Derzeit müssen wir davon ausgehen, dass die pandemische Lage mit den gebotenen Restriktionen noch über Monate fortbestehen wird. Diese Situation bedeutet für viele Erkrather Bürger*innen einen Verlust an Lebensqualität und birgt insbesondere für ältere Menschen und Alleinlebende die Gefahr der Vereinsamung. Die Kulturschaffenden, häufig Soloselbstständige, sind durch wegbrechende Einkünfte zudem häufig existentiell bedroht. Zugleich fließen bereitgestellte Haushaltsmittel für kulturelle Aktivitäten nicht ab und Einnahmen durch Eintrittsentgelte können nicht generiert werden. Vor diesem Hintergrund halten wir es für geboten, den Fachausschuss mit einer Bestandsaufnahme und mit Ideen und modifizierten Planungen zu befassen. Insbesondere bitten wir darum, darzustellen:

  • Wie viele Veranstaltungen wurden abgesagt und verschoben?
  • Wie stellt sich aktuell die finanzielle Situation des Kulturetats dar? Welche Einnahmen wurden nicht generiert? Welche bereitgestellten Mittel sind coronabedingt nicht verausgabt?
  • Welche Verträge sind abgeschlossen? Kommt es zu Ausfallzahlungen?
  • Wurde / wird der Versuch unternommen, mit den unter Vertrag stehenden Kulturschaffenden situationsangepasst zu alternativen Formaten (online-Veranstaltungen, Openair Events, kleinere Gruppen etc.) umzuplanen?
  • Welche neuen, den vorgegebenen Hygienekonzepten konforme Kulturformate anderer Kommunen könnten anregend sein. Wie sind die Erkrather Kulturschaffenden und kulturellen Institutionen (Jugendmusikschule, Bücherei, VHS etc.) einzubinden, um andere Formen von Konzerten, Lesungen, virtuellen Führungen etc. auch in unserer Stadt umzusetzen?

Mit dem Antrag verbinden wir die Hoffnung, dass es im Zusammenwirken von Stadtverwaltung, den diversen kulturellen Institutionen und Initiativen und der politischen Vertretung gelingt, mit kreativen Ideen und Lösungen auch in den aktuell schwierigen Zeiten die kulturelle Lebendigkeit für die Menschen in Erkrath zu erhalten, sie bei der Bewältigung der Pandemie zu unterstützen und existenzbedrohenden Schaden von den Soloselbstständigen im Kulturbereich abzuwenden.



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